Rotation an der Spitze: Hochgrebe übernimmt Vorsitz der GGL vor der GlüStV-Überprüfung
Quinn Walter · Aug 20, 2026

Rotation an der Spitze: Hochgrebe übernimmt Vorsitz der GGL vor der GlüStV-Überprüfung

Christian Hochgrebe hat am 1. Juli 2026 den rotierenden Vorsitz des Verwaltungsrats der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder übernommen und damit Sandro Kirchner abgelöst, während die Behörde auf die erste umfassende Bewertung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vorbereitet.
Die Übernahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung des GlüStV 2021 ansteht, und Experten der Regulierungsbehörde bereiten bereits detaillierte Analysen zu Werberichtlinien, Einzahlungslimits sowie Maßnahmen zum Spielerschutz vor.
Hintergründe zum Vorsitzwechsel
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, führt seit ihrer Gründung ein rotierendes Vorsitzsystem ein, bei dem Vertreter aus den Bundesländern turnusmäßig die Leitung übernehmen, und Hochgrebe repräsentiert nun Berlin in dieser Funktion, während Kirchner zuvor aus Bayern gekommen war.
Beobachter der deutschen Glücksspielregulierung stellen fest, dass dieser Wechsel nahtlos in die laufenden Vorbereitungen für die Vertragsprüfung integriert wird, weil die Behörde damit sicherstellt, dass alle Länder gleichberechtigt an den Entscheidungsprozessen beteiligt bleiben.
Details zur Überprüfung des GlüStV 2021
Der Interstate Treaty on Gambling aus dem Jahr 2021 unterliegt einer gesetzlich festgelegten ersten umfassenden Evaluation, die Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits und Schutzmechanismen für Spieler untersuchen wird, wobei die zentralen Einschränkungen wie das 1-Euro-Einsatzlimit bei Slots unverändert bleiben sollen.
Die GGL hat bereits im Vorfeld Daten zu Online-Casinospielen einschließlich Roulette gesammelt, und Hochgrebe wird diese Erkenntnisse nun in die Bewertung einfließen lassen, während die Ländervertreter gemeinsam über mögliche Anpassungen beraten.

Die Überprüfung deckt Online-Casino-Angebote wie Roulette ab und konzentriert sich darauf, wie effektive Werberegeln, Einzahlungsgrenzen sowie Spielerschutzmaßnahmen in der Praxis umgesetzt wurden, und die Ergebnisse sollen bis Ende 2026 vorliegen.
Auswirkungen auf die Regulierungspraxis
Seit dem 1. Juli 2026 leitet Hochgrebe die Sitzungen des Verwaltungsrats und koordiniert die Zusammenarbeit mit den Bundesländern, die den GlüStV 2021 gemeinsam verabschiedet haben, und diese Struktur ermöglicht es, dass regionale Erfahrungen direkt in die nationale Bewertung einfließen.
Die GGL hat angekündigt, dass die Kernvorgaben des Vertrags, darunter das Einsatzlimit bei Slots, während der Prüfung nicht zur Disposition stehen, während gleichzeitig Werbebeschränkungen und Einzahlungslimits auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.
Experten der Behörde haben bereits erste Statistiken zu Spielerverhalten und Werbewirkung zusammengetragen, und diese Zahlen dienen als Grundlage für die anstehenden Diskussionen, die im August 2026 weiter an Fahrt aufnehmen werden.
Einordnung in den aktuellen Kontext
Die Übernahme des Vorsitzes durch Hochgrebe fällt in eine Phase, in der die GGL ihre Aufsichtsfunktion über Online-Glücksspielangebote weiter ausbaut, und Beobachter verweisen darauf, dass die rotierende Struktur des Verwaltungsrats die föderale Balance zwischen den Ländern wahrt.
Die gesetzliche Überprüfung des GlüStV 2021 wird als erster umfassender Test des seit 2021 geltenden Rahmens betrachtet, und sie konzentriert sich auf Online-Casino-Spiele wie Roulette, ohne jedoch die grundlegenden Beschränkungen zu lockern.
Ausblick auf die kommenden Monate
Im August 2026 werden die Arbeiten an der Bewertung des Glücksspielstaatsvertrags intensiviert, und Hochgrebe wird in dieser Phase die Sitzungen leiten, während die GGL weitere Daten aus den Ländern zusammenträgt und externe Gutachten einholt.
Die Ergebnisse der Überprüfung sollen Aufschluss darüber geben, wie Werberichtlinien, Einzahlungslimits und Spielerschutzmaßnahmen angepasst werden könnten, wobei die Kernregeln des Vertrags unverändert bleiben.
Conclusion
Der Wechsel im Vorsitz der GGL markiert den Beginn einer intensiven Phase der regulatorischen Überprüfung, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll, und Hochgrebe übernimmt dabei die Koordination der gemeinsamen Anstrengungen der Bundesländer. Die Bewertung des GlüStV 2021 wird Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits und Schutzmechanismen unter die Lupe nehmen, ohne die zentralen Vorgaben wie das Slot-Einsatzlimit zu verändern. Die GGL bleibt damit auf Kurs, die Rahmenbedingungen für Online-Glücksspielangebote einschließlich Roulette kontinuierlich zu evaluieren und anzupassen.